Stellen Sie sich vor, Sie erwachen eines Morgens und stellen fest, dass Ihr ganzes Leben tatsächlich nur ein Traum war. Was zunächst eher wie ein Filmplot klingt, ist in der Lehre von Bashar gar nicht so weit hergeholt. Bashar – ein wirklich außergewöhnlicher Lehrer, der für seine inspirierenden Perspektiven bekannt ist – hat viel darüber zu sagen, was Träume wirklich sind und welche Rolle sie in unserem Leben spielen. Bevor wir aber in Bashars faszinierende Sicht auf die Traumwelt eintauchen, klären wir kurz, wer oder was Bashar eigentlich ist.
Wer ist Bashar?
Bashar ist kein gewöhnlicher Autor oder Wissenschaftler, sondern ein gechanneltes Wesen, das seit den 1980er-Jahren durch das Medium Darryl Anka spricht. Laut Anka handelt es sich bei Bashar um ein außerirdisches Bewusstsein aus der Zukunft, das der Menschheit Einsichten in die Natur der Realität, Bewusstsein und Spiritualität vermitteln möchte.
Über Jahrzehnte hinweg hat Bashar in Hunderten von Channeling-Sitzungen seine Lehren mitgeteilt. Sein Weltbild lässt sich als eine Mischung aus moderner Spiritualität, Quantenphilosophie und praktischen Lebensweisheiten beschreiben. Zu seinen Kernbotschaften gehören etwa die Idee paralleler Realitäten, das Folgen der eigenen Begeisterung als Lebenskompass und die Vorstellung, dass physische Realität letztlich eine Illusion ist, erschaffen durch unser Bewusstsein. In Bashars Worten: „Dein Körper hat keine Seele. Deine Seele hat einen Körper. Du hast nicht eine Seele, du bist eine Seele, und in dir als Seele spielt sich alles ab, was du die physische Realität nennst“. Dieses ungewöhnliche Verständnis unserer Existenz bildet den Kontext für Bashars Sicht auf Träume.
Träume als Teil der Realität– Bashars Weltsicht
In Bashars Lehre sind Träume ein wichtiger Bestandteil der Gesamtrealität. Er lädt uns ein, die Grenze zwischen Wachwelt und Traumwelt neu zu denken. „Erkenne einfach: Je mehr Gültigkeit du der Gesamtheit deiner Vorstellungskraft als realer Realität zusprichst und deinen Traumzustand als wirkliche Realität akzeptierst, desto mehr wirst du feststellen, dass deine Traum- und physische Realität verschmelzen können“, sagt Bashar. Mit anderen Worten: Unsere Träume sind genauso „real“ wie das Wachleben, nur auf einer anderen Ebene.
Nach Bashar verlassen wir im Schlaf nicht wirklich die Realität – vielmehr wechseln wir den Fokus unseres Bewusstseins. Mechanisch gesehen verlassen wir den Himmel (oder den Geist) niemals; wir träumen nur, dass wir ihn verlassen haben. Das heißt: Unsere Seele bleibt stets in ihrer „natürlichen Heimat“ (der geistigen Ebene), während wir im physischen Leben lediglich träumen, getrennt zu sein. Dieses Konzept führt zu einem paradoxen, aber aufschlussreichen Bild: Nachts, wenn wir schlafen und träumen, „wachen“ wir in gewisser Weise auf, und morgens, wenn wir aufwachen, schlafen wir in gewisser Weise ein. Bashar betont, wie ironisch es sei, dass das Einschlafen eigentlich ein Erwachen in unseren natürlichen Bewusstseinszustand ist, während das morgendliche Aufwachen bedeutet, unseren Fokus wieder auf einen „physischen Traum“ einzuengen.
Mit dieser Perspektive erklärt Bashar auch, warum Schlaf so essentiell für uns ist: Im Traumzustand kehrt ein Teil von uns zu seiner unbegrenzten Natur zurück und tankt gewissermaßen auf. In einer speziellen Veranstaltung mit dem bezeichnenden Titel „Sweet Dreams: What Happens When You Sleep“ ging Bashar ausführlich darauf ein, warum wir schlafen müssen und welche Vorgänge in verschiedenen Traumzuständen ablaufen. Er macht deutlich, dass ausreichender Schlaf nicht nur körperlich, sondern auch spirituell wichtig ist – Schlafmangel könne uns vom vollen Austausch mit unserem höheren Selbst abschneiden und somit aus dem Gleichgewicht bringen. Träume sind dabei das Mittel, durch das unser Bewusstsein sich erneuert und neu ausrichtet.
Die Natur der Träume: Mehr als nur Fantasie
Was passiert also laut Bashar, wenn wir träumen? In seinem Modell betreten wir im Traum andere Ebenen und Frequenzen des Bewusstseins. Wir streifen die Begrenzungen der physischen Sinne ab und expandieren in einen weiteren Bewusstseinsraum, den Bashar unsere „natürliche Form“ nennt. Deshalb fühlen sich Träume oft so grenzenlos oder surreal an – wir sind weniger durch die normalen Gesetze der Physik eingeschränkt. Bashar geht sogar so weit zu sagen, dass wir im Traum Zugang zu anderen Realitäten und Zeitlinien haben. Was wir als bizarre Traumszenen wahrnehmen, können in seiner Sicht Verarbeitungen von parallelen Leben oder symbolische Darstellungen unserer tieferen Energien sein.
Ebenso sieht Bashar Träume als Begegnungsraum für Seelen. In Träumen, so heißt es bei ihm, begegnen wir mitunter anderen Bewusstseinsformen – etwa verstorbenen Angehörigen, fremden Wesen oder Anteilen unseres eigenen Selbst. Allerdings geschieht dies nicht unbedingt in der Form, wie es im Traum erscheint. Bashar erklärt es sinngemäß so: Wir selbst sind die einzigen „Akteure“ in unseren Träumen; andere Seelen können hinzukommen, übernehmen dann aber Rollen in unserem Traum, z.B. als Helfer, Herausforderer oder Lehrer. Wenn uns im Traum also eine andere Person begegnet – sei es ein weiser Lehrer, ein gefährlicher Verfolger oder ein fürsorglicher Freund – dann repräsentieren diese Figuren entweder Anteile von uns selbst oder sie sind andere Seelen, die sich bereitwillig in unserem Traum als Schauspieler zur Verfügung stellen, um uns etwas zu spiegeln. So oder so: Der Traum wird komplett von unserem Bewusstsein erschaffen, um uns etwas zu zeigen. Bashar formuliert das wunderschön mit einem Bild des gegenseitigen Träumens: „Wir träumen euch alle, und ihr träumt uns alle. Wir sind die Träume von Allem Was Ist, und wir träumen Alles Was Ist in die Existenz, während es uns ins Bewusstsein träumt. Erwacht.“. In diesem Zitat steckt die Idee, dass alle Wesen und sogar das Universum selbst miteinander träumen – ein wechselseitiges Schöpfen von Realität.
Wenn das wahr ist, sind Träume ein direktes Fenster in die Mechanik der Schöpfung. Bashar ermuntert uns daher, keine Angst vor der Traumrealität zu haben: „Fürchte dich nicht vor dem Traum. Der Traum ist es, der dich erwecken wird.“. Damit meint er, dass gerade durch das bewusste Arbeiten mit unseren Träumen – durch ihr Erinnern, Verstehen und Wertschätzen – wir geistig erwachen und uns unserer wahren Natur bewusster werden können.
Die Botschaften der Seele verstehen
Wenn Träume ein so integraler Bestandteil unserer Realität und unseres Bewusstseins sind, stellt sich die Frage: Wie sollen wir sie verstehen und deuten? Bashars Ansatz betont die individuelle, persönliche Bedeutung der Traumbilder. Aus seiner Sicht spricht in Träumen vor allem unser höheres Selbst zu uns – in der Bild- und Gefühls-Sprache des Unbewussten.
Ein zentrales Prinzip: Achten Sie auf die Emotionen im Traum. Welche Stimmung herrschte vor? Angst, Euphorie, Neugier? Bashar zufolge vermittelt die emotionale Tonspur des Traums oft mehr als die konkrete Handlung. Ein Beispiel: Viele Menschen kennen Träume vom Fallen oder Fliegen. Bashar würde fragen: Wie fühlten Sie sich dabei? War das Fallen beängstigend (Hinweis auf ein Kontrollthema im Leben) oder womöglich befreiend? War das Fliegen euphorisch (Gefühl von Freiheit und Erweiterung) oder angespannt (vielleicht Angst vor der eigenen Größe)? Die Gefühle geben Aufschluss darüber, welches Glaubensmuster oder Thema der Traum spiegelt.
Weiter empfiehlt Bashar, jedes Traumelement als Teil von sich selbst zu betrachten. So könne man z.B. im Nachhinein jeden Aspekt des Traums „befragen“: Was repräsentiert diese Person, dieses Objekt oder dieses Ereignis für mich? Oft steckt in der spontanen Antwort die Bedeutung. Hat man z.B. von einem alten Haus geträumt, könnte man sich fragen, was ein „altes Haus“ einem persönlich bedeutet – vielleicht die eigene Vergangenheit, eine veraltete Überzeugung oder einfach Geborgenheit, je nach Gefühl im Traum. Dieser introspektive Ansatz deckt auf, was das eigene Unterbewusstsein mitteilen will.
Bashar suggeriert auch, dass wir durch Handeln im wachen Leben auf Träume reagieren sollten. Wenn ein Traum uns etwa klar vor Augen führt, dass wir eine bestimmte Angst in uns tragen (z.B. verfolgt zu werden), könnten wir im Wachleben Maßnahmen ergreifen, um mehr Sicherheit in uns selbst zu finden. Oder wenn ein Traum uns mit Flugerlebnissen ein Gefühl von grenzenloser Möglichkeit schenkt, dürfen wir uns fragen: Wo im Alltag kann ich mich freier machen und „durchstarten“? Auf diese Weise werden Träume zu einem Werkzeug der persönlichen Transformation. Sie zeigen uns ungeschminkt unsere Überzeugungen, Wünsche und Ängste – damit wir im Wachzustand bewusster damit umgehen können.
Schließlich betont Bashar, dass Träume auch Übungsfelder sein können. Klarträume (luzide Träume), in denen wir wissen, dass wir träumen, sind für ihn besonders spannend: Hier können wir bewusst gestalten und experimentieren. Bashar sieht dies als Vorschau darauf, wie wir letztlich erkennen sollen, dass auch das Wachleben ein formbarer Traum ist. Indem wir im Klartraum z.B. bewusst fliegen oder die Umgebung verändern, trainieren wir unser Verständnis, dass Realität formbar ist – eine Fähigkeit, die wir dann im täglichen Leben anwenden können, um unsere Realität gezielt zu verändern. Kein Wunder also, dass Bashar immer wieder sagt: „Träume wecken dich auf“ – sie wecken dich für dein wahres, schöpferisches Selbst.
Fazit: Aufwachen im Traum und im Leben
Aus Bashars Sicht sind Träume ein entscheidender Aspekt unserer multidimensionalen Existenz. Unsere nächtlichen Träume hält er für einen Zustand, in dem wir unser Bewusstsein erweitern und mit tieferen Ebenen unserer Selbst und des Universums interagieren. Gleichzeitig betrachtet er das tägliche Leben als eine Art konsensualen Traum, in dem wir alle gemeinsam spielen, um zu wachsen und zu erkennen, wer wir wirklich sind. Die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmt: Beide sind real und beide sind formbar.
Bashar lädt uns ein, dieses Verständnis praktisch zu nutzen. Wenn wir unsere Träume ernst nehmen, auf ihre Botschaften hören und die darin enthaltenden Gefühle und Symbole entschlüsseln, können wir nicht nur in den Träumen selbst luzide (hellwach) werden, sondern auch im „richtigen“ Leben bewusster, freudiger und freier agieren. Oder in Bashars prägnanten Worten: „Hab keine Angst vor dem Traum… Der Traum wird dich erwecken.“ Wenn wir uns darauf einlassen, entpuppt sich vielleicht unser ganzes Dasein als ein großes Abenteuer – ein Traum, aus dem wir erwachen, indem wir ihn bewusst zu träumen beginnen.
Weblinks:
A Summary of Bashar’s Teachings [Reddit]
Sweet Dreams: What Happens When You Sleep [store.bashar.org]
